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THEMEN
RECHT AUF WASSER

"In der Geschichte ist Wasser, und vor allem sein Ursprung, die Quelle, immer Gegenstand von Verehrung und Respekt gewesen. Die Erfindung des Wasserhahns und der Mineralwasserflasche hat uns vergessen lassen, dass Wasser, bevor es aus dem Hahn fließt oder in Flaschen verkauft wird, ein Geschenk der Natur ist."
Vandana Shiva (Alt. Nobelpreisträgerin 1993)

In seinen Untersuchungsmissionen (Fact Finding Missions) zur Identifizierung der Verletzung des Rechts auf Wasser kann sich FIAN auf den Allgemeinen Rechtskommentar Nr. 15 der UNO, der das Recht auf Wasser erläutert, berufen. Dieser wurde im November 2002 vom Komitee für wirtschaftliche, soziale & kulturelle Rechte verfasst und "kann als Meilenstein für die weitere Menschenrechtsarbeit zum Wasserthema bewertet werden", so Michael Windfuhr (ehem. Geschäftsführer von FIAN International). Ausgehend von der Situation betroffener Menschen, können gezielte Forderungen zur Realisierung dieses Rechts gestellt werden.

Im globalen Spannungsfeld zwischen Interessen wirtschaftlicher AkteurInnen und den sozialen, kulturellen & wirtschaftlichen Menschenrechten, sind Staaten mehr denn je dazu aufgefordert, ihre Handlungen auf eine menschenrechtliche Basis zu stellen!

"The human right to water entitles everyone to sufficient, safe, acceptable, physically accessible and affordable water for personal and domestic uses." UN General Comment No. 15

In den letzten Jahren konnte FIAN zu verschiedenen Verletzungen des Rechts auf Nahrung und Wasser erfolgreiche Arbeit leisten. Die bisherigen Fallsituationen, lassen sich in drei Kategorien erfassen:

Zugangskonflikte, bei denen das Recht auf Wasser für Bevölkerungsgruppen verletzt wurde. Beispiele sind: Zugangsrechte von Nomadengruppen zu traditionellen Wasserstellen, Übernutzung knapper Ressourcen durch andere NutzerInnen wie im Fall Coca-Cola in Kerala (Indien).

Fälle, in denen das Recht auf Wasser durch Verschmutzung verletzt wurde. Beispiele sind: Textilindustrie in Tiruppur (Indien), Zyankaliunfälle im Goldtagebergbau (Ghana), intensive Agrarchemikaliennutzung in Blumenplantagen (Simbabwe).

Interessenskonflikte, bei denen das Recht auf Wasser von Personen oder ganzen Gruppen durch Großprojekte gefährdet ist. Beispielsweise: Zwangsumsiedlungen im Umfeld von Staudammprojekten.

Downloads zum Thema:

download: FIAN Folder: "Lebensquell Wasser - ein Recht für alle Menschen"
.pdf-Format

download: UN-Rechtskommentar zum Menschenrecht auf Wasser
.pdf-Format

download: Michael Windfuhr (2003): Das Menschenrecht auf Wasser – Was steht hinter dem Konzept?
.pdf-Format

download: FIAN International (2002): Ecodestruction and the Right to Food: The cases of water and biodiversity
.pdf-Format

download: Bericht Fact Finding Mission, Indien 2004
.pdf-Format

download: Zusammenfassung Fact Finding Mission, Indien 2004
.pdf-Format

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