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  WER KONTROLLIERT DIE STEUERUNG DES WELTERNäHRUNGSSYSTEMS?
DER NEUE RECHT AUF NAHRUNG WATCH REPORT 2009

FIAN Österreich,   freut sich Ihnen die neue Ausgabe des Berichtes über das Recht auf Nahrung 2009 ankündigen zu können.

Die heurige Ausgabe konzentriert sich auf die Frage “Wer kontrolliert die Steuerung des Welternährungssystems?  - ein brennender Punkt angesichts der aktuellen Welternährungskrise.
Steigende Lebensmittelpreise,  Landraub seitens des Staates und internationaler Unternehmen sowie neue lukrative Nutzungen  von Grundnahrungsmitteln haben zu dramatischen Bedingungen weltweit geführt.  Zum ersten Mal in der Geschichte hat die Zahl der unterernährten Menschen weltweit die Marke von einer Milliarde überschritten.  Die Kluft zwischen Versprechungen und der Wirklichkeit weitet stetig aus. Die internationale Gemeinschaft sowie die nationalen Regierungen sind meilenweit davon entfernt das Ziel des Welternährungsgipfels zu verwirklichen,  wonach die Anzahl der chronisch an Hunger leidenden Menschen bis  2015 um die Hälfte vermindert werden sollte.  Es liegt auf der Hand,  dass das globale Regelwerk des gegenwärtigen Welt-Ernährungssystems umgestaltet werden muss,  damit Hunger und dessen Ursachen effektiv bekämpft werden können.

Im thematischen Teil des Berichtes beschäftigen sich einzelne Mitwirkende, wie der UN Sonderbeauftragte zum Recht auf Nahrung,  Olivier De Schutter,  mit der weltweiten Ernährungssicherung und dafür nötigen Veränderungen vor allem hinsichtlich internationaler Organisationen, aber auch mit anderen wichtigen aktuellen Fragen rund um das Recht auf Nahrung.
Der nationale bzw regionale Teil des Berichtes zeigt auf,  wie das Recht auf Nahrung mit der Produktion von Agrotreibstoffen,  Armut oder das Recht auf Land in Ländern wie Brasilien, Indien oder Kenia verknüpft ist.  Von Benin bis Sambia präsentiert der Bericht Überwachungs- und Prüfberichte bezüglich Verletzungen des Rechts auf Nahrung sowie Gegeninitiativen,  zum Beispiel das  Null-Hunger-Programm in Nicaragua.

Als jährlich erscheinende Publikation  will  der Bericht eine Plattform für ExpertInnen, zivilgesellschaftliche  AktivistInnen,  Medien zum  gegenseitigen Erfahrungsaustausch darstellen.  Der Bericht will so die Möglichkeit schaffen  voneinander  zu lernen wie die Arbeit für das Recht auf Nahrung am Besten an die Öffentlichkeit  getragen wird  und um Lobby- oder  Anwaltsschaftarbeit für dieses  Recht zu stärken

Der Bericht  ist in drei Sprachen erhältlich und wird von einem Bündnis von Menschenrechtsorganisationen, sozialen Bewegungen und Entwicklungsorganisationen erstellt.  Das Konsortium  hinter dem Bericht  2009  besteht aus Brot für die Welt, der  Interkirchlichen Organisation für Entwicklungszusammenarbeit (ICCO) und FIAN International,  die als Herausgeber fungieren, und hat  die World Alliance for  Breastfeeding Action (WABA), People’s Health Movement (PHM), Habitat International Coalition (HIC), World Organisation against Torture (OMCT), DanChurchAid,  Rights and Democracy,  Plataforma Interamericana de Derechos Humanos Democracia y Desarrollo (PIDHDD) und das African Right to Food Network als Partner.


Bibliografische Information:
Veröffentlicht von Brot für die Welt, ICCO, FIAN International.  Erhältlich in Englisch, Spanisch und Französisch. 72 Seiten, CD beiliegend.

Ab 12. Oktober 2009 erhältlich bei
FIAN Österreich,  Johann Strauss Gasse 33/2-3,  1040 Wien
Mail: fian-oe@oneworld.at; Tel: 01-235 0 239