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PRESSEAUSSENDUNG ZUM INTERNATIONALEN TAG FüR WüRDIGE ARBEIT
EXISTENZSICHERNDE LöHNE FüR BLUMENARBEITERINNEN
Wien, 6. Oktober 2009
Anlässlich des Internationalen Tages für würdige Arbeit am 7. Oktober fordert die Menschenrechtsorganisation FIAN existenzsichernde Löhne für ArbeiterInnen in der Produktion von Schnittblumen. „In der globalen Schnittblumenindustrie wird die Methapher des Hungerlohns für viele ArbeiterInnen Wirklichkeit. Insbesondere in den Ländern des Südens verletzen die geringen Löhne das Recht auf Nahrung der BlumenarbeiterInnen“, kritisiert Sophie Veßel von FIAN. „Regierungen müssen die Mindestlöhne anheben, BlumenhändlerInnen und Supermärkte müssen den ProduzentInnen höhere Preise zahlen und die KonsumentInnen dürfen beim Blumenkauf nicht nur nach der billigsten Ware Ausschau halten.“
Gemeinsam mit der Südwind Agentur und der Clean Clothes Kampagne macht FIAN am 7. Oktober vor einer Filiale des Diskonters Lidl mit einer öffentlichen Aktion auf die schlechten Produktionsbedingungen von Zulieferbetrieben verschiedener Produkte aufmerksam.
Blumenarbeiterinnen in Ostafrika verdienen in der Regel weniger als zwei Dollar am Tag. Das reicht nicht aus, um die Kosten der Grundversorgung einer Familie zu decken. Ugandische BlumenarbeiterInnen verdienen rund 25 € monatlich, benötigen aber 30 € pro Monat für den Kauf von Nahrungsmitteln. In Ecuador liegt der Mindestlohn zurzeit bei 218 Dollar. Eine vierköpfige Familie benötigt jedoch 520 Dollar pro Monat zur Grundversorgung.
Die europaweite Kampagne „Fair Flowers - Mit Blumen für Menschenrechte“ hat daher zum Ziel, die Arbeits- und Umweltbedingungen in der internationalen Schnittblumenproduktion zu verbessern. „Beim Blumenkauf kann jeder dazu beitragen, dass die Arbeiter und Arbeiterinnen in der Blumenindustrie gerechtere Löhne erhalten. Die beiden Gütesiegel Flower Label Program (FLP) und Fairtrade garantieren würdige Arbeitsbedingungen.“, sagt Sophie Veßel. Mit der europäischen Kampagne rufen die beteiligten Organisationen öffentliche Einrichtungen, KonsumentInnen und BlumenhändlerInnen dazu auf, in Zukunft fair gehandelte Blumen zu kaufen.
Kontakt: Sophie Veßel, FIAN (Food First Informations- und Aktionsnetzwerk): sophie.vessel@oneworld.at, Tel. 01-2350 239
Weitere Informationen: www.flowers-for-human-rights.org www.fian.at (FLP-HändlerInnenliste) www.fairflowers.at (FLP) Dokumente zum Download:
FIAN PA Decent Work Day 2009.pdf
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