"Stopp Land Grabbing Now!"
Direkt im Anschluss an die am Samstag, 24. April 2010, beginnende Frühjahrstagung veranstaltet die Weltbank eine Konferenz zur Landpolitik. Dort sollen freiwillige Verhaltensregeln auf den Weg gebracht werden, welche die negativen Auswirkungen großflächiger Landnahmen eindämmen sollen, die Landnahmen selbst aber nicht. FIAN kritisiert diese Initiative als völlig unzureichend, weil so großflächige Landnahmen vom Sorgenkind hin zum neuen landwirtschaftlichen Produktionsmodell umgedeutet werden. Es ist abzusehen, dass Vertreibungen und weitere Menschenrechtsverletzungen werden eher zunehmen werden, als dass sie gestoppt würden.
Der aktuelle Vorstoß der Weltbank, so genannte "Prinzipien zu verantwortungsvollen Investitionen in die Landwirtschaft" zu etablieren, wird solche Landnahmen eher befördern als verhindern. Bindende menschenrechtliche Verpflichtungen und vorhandene Menschenrechtsinstumente werden bei den Prinzipien kategorisch ausgeklammert. Über hundert zivilgesellschaftliche Organisationen weltweit haben sich dem Aufruf von FIAN, dem BäuerInnennetzwerk La Via Campesina, der Nichtregierungsorganisation GRAIN und dem Netzwerk LRAN angeschlossen, um gegen dieses Weißwaschen von Landraub und Vertreibung zu protestieren.
Unterstützen sie die aktuelle Eilaktion und schreiben Sie an Finanzminister Pröll. Mehr zu Eilaktion hier
Dokumente zum Download:
Aufruf_Stop_Land_Grabbing_FIAN_2010.pdf
Studie_Landgrabbing_in_Kenia_Mozambique_FIAN_2010.pdf