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PRESSEMITTEILUNG ZUM MUTTERTAG
BLUMEN SOLLEN FREUDE SCHENKEN, ALLEN MüTTERN WELTWEIT!
Nationalratspräsidentin Prammer unterstützt die Anliegen der Blumenarbeiterinnen
Wien 06. Mai 2010 FIAN Österreich und die Volkshilfe Österreich fordern alle Konsumentinnen und Konsumenten auf, zum Muttertag nur Blumen zu verschenken, die unter fairen Bedingungen produziert wurden.
70 Prozent der BlumenarbeiterInnen weltweit sind Frauen, viele davon allein erziehende Mütter. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen sind äußerst prekär: Die niedrigen Löhne reichen kaum zum Überleben, Gewerkschaftsrechte werden unterdrückt, sie sind ungeschützt Gesundheitsgefahren und Umweltverschmutzung durch den Einsatz von Pestiziden ausgesetzt. Frauen leiden zudem häufig unter sexuellen Übergriffen durch die männlichen Vorarbeiter. Zusätzlich trägt der hohe Wasserverbrauch der Blumenproduktion zur Knappheit von Trinkwasser bei, dessen Bereitstellung für die Familien in den Produktionsländern Aufgabe der Frauen ist.
„Bessere Arbeitsbedingungen von Frauen sind über Grenzen hinweg wichtig“, erklärt Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und geht mit gutem Beispiel voran: "Auch im Parlament achten wir daher beim Einkauf von Blumen vermehrt auf Gütesiegel wie das Flower Label Program."
„Blumenarbeiterinnen sind einer doppelten Belastung ausgesetzt“, so Sophie Veßel von FIAN Österreich. „Sie sind häufig die Alleinernähre¬rinnen ihrer Familien. In der Hochsaison – z.B. vor dem Muttertag – arbeiten sie bis zu 16 Stunden am Tag. Zusätzlich kümmern sie sich um ihre Kinder und den Haushalt.“ Der geringe Verdienst sichert das Überleben ihrer Familien nicht. Viele Kinder von Blumenarbeiterinnen müssen arbeiten, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen.
„Gerade zum Muttertag sollten wir daher nur auf Schnittblumen zurück greifen, die unter fairen sozialen und ökologischen Kriterien produziert wurden und als solche gesiegelt sind.“, so Volkshilfe Österreich Präsident Univ.-Prof. Josef Weidenholzer.
Das Flower Label Program (FLP) und Fairtrade sind zwei Siegel, die durch ihre strengen Richtlinien garantieren, dass die Blumenbetriebe Arbeitsrechte respektieren. Fragen Sie bei Ihrem Blumenhändler nach der fairen Alternative! Und tragen Sie so zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen vieler Blumenarbeiterinnen bei!
Kontakt: Sophie Veßel, FIAN Food First Aktions- und Informationsnetzwerk Sektion Österreich, +43-(0)1-2350239, sophie.vessel@oneworld.at Daniel Auer, Volkshilfe Österreich, 43 (0)1- 402 62 0925, daniel.auer@volkshilfe.at
www.flowers-for-human-rights.org Dokumente zum Download:
PM Muttertag 2010 FIAN Volkshilfe final.pdf
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