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  AKTIONSTAG IN WIEN
AKTIONEN ZUM JAHRESTAG DES PUTSCHES IN HONDURAS AM 28. JUNI

Montag, 28. Juni 2010
18:00 Parlament: Kundgebung und Flash-Mob
19:30 Amerlinghaus (Stiftgasse 8): Filmpräsentation „Quién dijo miedo“/ „Wer sagt denn Angst“ (span. mit engl. Untertitel) und anschließende Diskussion


Genau vor einem Jahr, am 28. Juni 2009 haben in Honduras Militär und wirtschaftliche Eliten gegen den amtierenden Präsidenten Manuel Zelaya geputscht. Der Grund war unter anderem ein von ihm vorgeschlagenes Referendum, in dem die Bevölkerung über die Einberufung einer Verfassungsgebenden Versammlung abstimmen hätte können. Dies hätte eine partizipative Demokratisierung in Honduras zur Folge gehabt. Seit dem Putsch sind zahlreiche friedliche AktivistInnen gezielt von Polizei, Militär und Todesschwadronen ermordet worden, um den Widerstand zu ersticken. Bis heute ist niemand für die gravierenden Menschenrechtsverletzungen zur Verantwortung gezogen worden, stattdessen besteht Straflosigkeit für die Verbrechen und die PutschistInnen befinden sich weiterhin in Schlüsselpositionen der aktuellen illegitimen Regierung. Diese kam durch undemokratische Wahlen an die Macht. Seit der Regierungsübergabe Ende Jänner  ist die massive Unterdrückung der Bevölkerung keineswegs zurückgegangen. Über 600 Menschenrechtsverletzungen dokumentierte die Menschenrechtsorganisation COFADEH innerhalb der folgenden fünf Monate.


Ein Bündnis verschiedener Personen und Organisationen in Österreich (u.a. Aktionskommittee ALBA-Austria, FIAN, Lateinamerika Plattform, Guatemala Solidarität, …) folgt dem internationalen Aufruf der Widerstandsbewegung FNRP (Frente Nacional de Resistencia Popular). Wir solidarisieren uns mit der Widerstandsbewegung, die in Honduras für eine gerechtere Gesellschaft eintritt. Wir fordern Aufklärung der Verbrechen und die Ablehnung der aktuellen Putsch-Nachfolge-Regierung.

Wir laden herzlich dazu ein, an der Kundgebung vor dem Parlament teilzunehmen – gerade für den Flash Mob freuen wir uns über viele TeilnehmerInnen. Der danach gezeigte Dokumentarfilm wurde vor kurzem von einer Honduranerin gedreht und stellt die bisherigen Ergeignisse seit dem Putsch sehr gut dar. Er wird gleichzeitig in mehreren Städten Europas am 28. Juni vorgeführt werden.