312 Pächtern droht Vertreibung nach Aberkennung ihrer durch die Agrarreform erworbenen Landtitel zugunsten eines Bergbauunternehmens.
Zwischen 1989 und 1990 wurden 507 Hektar an 312 Pächter in Baha und Talibayog umverteilt. Während die Bäuerinnen und Bauern auf dem Land anbauten, verkaufte der frühere Besitzer es 1995 an das Bergbauunternehmen Asturias, das daraufhin eine Abbaugenehmigung für über 2.000 Hektar, einschließlich des besagten Landes, bekam. Obwohl die Agrarrefombehörde den Verkauf zunächst für nichtig erklärte, aberkannte sie im Jahr 2000 den Bauern ihre Landtitel. Nachdem die Bauernfamilien auf dem Rechtsweg gescheitert sind, haben sie im April 2008 einen Protestmarsch nach Manila organisiert. Daraufhin suspendierte die Bergbaubehörde vorübergehend die Bergbauaktivitäten. Die Bauernfamilien leben jedoch weiter in rechtlicher Unsicherheit und sind von Vertreibung bedroht.
FIAN und das philippinenbüro im Asienhaus bitte um Ihre Unterstützung. Im Anhang finden Sie weitere Hintergründe zum Fall sowie einen Musterbrief. Diesen bitte wir Sie an die Präsidentin der Philippinen und in Kopie an die für Bergbau zuständige Behörde zu schicken.
Dokumente zum Download:
0812_Philippinen_Fallinfo.pdf
0812_Philippinen_Musterbrief.rtf